Mittwoch, 4. Dezember 2013

RICS begrüßt Änderungen im Maklerrecht/Verursacherprinzip

Werte Leser!

Nun meint auch der sonst oberseriös auftretende RICS seine Ideen  kundtun zu müssen, wie in Zukunft alles besser wird.

https://www.konii.de/news/rics-deutschland-unterstutzt-das-von-der-grossen-koalition-geplante-verursacherprinzip-beim-maklerrecht-201312039873

Fast schon peinlich, wie alten Mythen ohne Hinterfragen als Argument übernommen werden.

Der Makler dreht an der Preisschraube nach oben, um mehr zu verdienen, sagt der Kunde.
Der Makler dreht an der Preisschraube nach unten, um schneller zu verkaufen, sagt der Verkäufer.

Wir sagen: Der Makler dreht nirgendwo, denn dies würde voraussetzen, dass er den Markt hinreichend beeinflussen kann. Wer die Struktur des Vermittlungsmarktes mit überwiegend kleineren Betrieben kennt, wird sich fragen, wie das denn gehen soll.

Oder auch Interessenkonflikt Nr. 4 laut RICS: "Im Verlauf des Verkaufsprozesses wird der Makler parallel mit konkurrierenden Kaufinteressenten verhandeln."

Ist das ernst gemeint? Was soll der Makler machen, alle Objekte für einen Kunden blockieren, keine anderen Interessnten informieren, weil der eine Kunde der einzige auf der Welt ist. Das ist doch ganz normal: Wenig Nachfrager, wenig Wettbewerb. Viele Nachfrager, viel Wettbewerb.

Das Vorgehen, sich jeweils auschließlich auf einen Kunden zu orientieren, geht doch nicht bei erfolgsabhängiger Provision, wo nur der Erfolg und nicht das Bemühen um Erfolg honoriert wird.

Das wäre denkbar, wenn eine Suchleistung z.B. nach Stundenaufwand honiert (unabhängig vom Erfolg) wird, welcher Kunde will das wohl haben? (und wielange darf ein Makler dann suchen, ohne dass der Kunde zahlt und zahlt...)

Schönen Tag.

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Donnerstag, 28. November 2013

Koalitionsvertrag - Wohnungswirtschaft

Werte Leser!

Anbei finden Sie den Link zum Koalitionsvertrag 2013 zwischen CDU/CSU und SPD.

http://www.welt.de/bin/Koalitionsvertrag-18-Legislatur-CDU-CSU-SPD-122308846.pdf


Ab Seite 114 finden Sie wohnungswirtschaftlich relevante Themen.

Inwieweit die skizzierten Überlegungen den Markt und das Angebot an Wohnungen belasten, kann derzeit nicht seriös beurteilt werden.

In Bezug auf Maklerdienstleistungen bleiben die Formulierungen derzeit noch schwammig, so dass auch noch nicht klar ist, was die neue Regelung sein soll. Als positiv betrachten wir, dass man endlich der Forderung u.a. des IVD folgt und einen Sachkundenachweis, Mindestanforderungen und Pflichtversicherungen im Maklergewerbe einführen möchte.

Das Thema "erfolgsunabhängige Honorierung entsprechend Beratungsaufwand als Option" hört sich zunächst mal interessant an. Zu hoffen bleibt nur, dass man hier die Realitäten des Vermittlungsgeschäft beachtet, damit nicht Verianten entstehen die einerseits dazu führen, dass Verbraucher bei erfolgsabhängigen Geschäften nicht zahlen ohne den "Erfolg" zu haben und andererseits nicht Lücken entstehen, die findige Kunden nutzen, um verdiente Maklerprovisionen zu umgehen.

Schönen Tag.

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Dienstag, 5. November 2013

Mietpreisbremse - Koalitionsvertrag

Werte Leser,

wie gestern durch die zuständigen Beteiligten verkündet wurde, soll künftig nur noch der Vermieter die Maklerprovision zahlen. Dies völlig uanabhängig davon, welche Marktsituation gerade besteht.

Auch wenn es gerade für die SPD wohl befriedigend sein mag, den Makler eines übergebraten zu haben, stellt sich die Frage, ob hierdurch eine Wohnung mehr gebaut wird?

Wird es für einzelne Mietergruppen daruch leichter Wohnungen zu finden, wenn der Makler eindeutig als bezahlter Vermietervertreter agiert?

Wenn bei Neuvermietungen die Miete künftig nur noch 10% über der ortsüblichen Miete liegen darf, kann dies je nach Marktlage dazu führen, dass der Vermieter bei der Neuvermietung unter die bisherige Miete gehen muss. Das heißt, per Gesetz würde in gewissen Situatuionen eine Mietabsenkung - unabhängig von der Marktgängigkeit der Miete - erzwungen.

Wenn wir dies für unseren Standort reflektieren, ist einem schon befrendlich zumute. In Nürnberg mussten Vermieter im Zeitraum von 2000 - ca. 2009 teilweise erhebliche Mietzugeständnisse oder Zusatzleistungen erbringen, um Wohnungen zu vermieten. Wenn sich in den letzten Jahren wieder Mietanpassungen erzielen lassen, dann erfolgt ein lauter Aufschrei.

Die volkswirtschaftlich richtige Anzeige eines kanpper werdenden Gutes - der steigende Preis aufgrund höherer Nachfrage und nicht ausreichendem Angebotes - wird einfach ignoriert. Stattdessen wird versucht mit Preisbindungsmaßnahmen alles zu regeln. Das mag populistisch gut funktionieren, wird aber die Ursachen nicht
 
Interessant ist auch die Meinung des Spiegels zum Thema Mietpreisbremse, der ja wohl nicht gerade als Sprachrohr der Immobilieneigentümer gilt:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/mietpreisbremse-wird-die-lage-auf-dem-wohnungsmarkt-verschaerfen-a-931617.html


Schönen Tag.

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Mittwoch, 26. Juni 2013

Berlin erhöht wieder die Grunderwerbsteuer

Werte Leser,

der Wahnsinn geht weiter. Nun will Berlin die Grunderwerbsteuer auf 6% anheben!

Als Ausgleich fällt dem Berliner Finanzsenator doch glatt ein, man könnte die die erlaubte Käuferprovision (gesetzlich) abseneken. Einfach mal die Steuererhöhung zu Lasten einer Berufsgruppe ausgleichen? Wo sind wie denn? In einer Bananenrepublik?

Warum nicht einfach die Tariflöhne der Bauarbeiter absenken oder Höchstspreise für Immobilien vorschreiben? Mann könnte doch einfach ein Gesetz erlassen, in dem steht, dass alles nur noch die Hälfte kosten darf?




Mittwoch, 27. Februar 2013

Bestellerprinzig bei Maklerleistungen

Werte Leser,

anbei Link zur Meinung des IVD zum Bestellerprinzip, dass einige Bundesländer gerne als Bundesratsinitiative durchgebracht hätten.

http://www.kon-ii.de/ivd-lehnt-bundesratsinitiative-zum-bestellerprinzip-ab-presse-8423.html

Allein schon die abstrusen Vorstellungen, das der Mieter nur provisionspflichtig wird, wenn der Makler nach Beauftragung neue Wohnungen sucht, die er bisher nicht vom Vermieter an der Hand hat, zeigt die Meinung die dahinter steht: Makler raffen Wohnungen zusammen und sitzen auf den Angeboten um diese nur noch zu verteilen und dabei abzukasiieren.

Also wieder hauptsächlich Vorurteile und eine ungerechtfertigte Neiddiskusion.

Seltsamerweise ist von Fachkundenachweis, Ausbildungsverpflichtung, Haftpflichtversicherung oder ähnlichem nicht die Rede. 

Schönen Tag.

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Donnerstag, 14. Februar 2013

Rückkehr Eigenheimzulage / Degressive AFA?

Werte Leser,

aufgrund der (manchmal auch nur gefühlten) Wohnungskanppheit und der aktuell (wieder) steigenden Mieten in den Ballungsräumen wird der Politik nach und nach ihr Versagen im Wohnungsbau der letzten 10-15 Jahre bewußt. Dies zieht sich von Bund übder die Länder bis hin zu den Kommunen.

Nun werden wieder "alte Kamellen" aus der Schublade gezogen, um die "Wohnungsnot" zu mildern. Aus unserer Sicht sind aber Eigenheimzulage oder etwa die degressive Abschreibung gerade in der aktuellen Situation nicht hilfreich.

Wenn mann derzeit unseren Heimatmarkt Nürnberg betrachtet, sind die meisten Handwerksunternehmen eh schon mehr als ausgelastet, die Grundstückspreise und die Baupreise liegen auf einem hohen Niveau.

Staatliche Subventionen würden eine zusätzliche Nachfrage befördern, die bei knapp ausgewiesenen Bauflächen und geringen Restkapazitäten im Bauhandwerk wohl eher zu Preissteigerungen führen könnten.

Mit etlichen Bauchschmerzen denken wir an die Sonderabschreibung Ost zurück, aufgrund derer ein Riesenbauboom mit entsprechenden Abstürzen von Käufern und Investoren gegen Ende des Booms verbunden war.

Gerade nach dem letzen steuerinduzierten Boom fanden wir es eigentlich ganz wünschenswert, dass sich der Blick vieler Anleger und Käufer wesentlich stärker auf die Substanz, die Wirtschaftlichtkeit und die Lage der Immobilie richtete, da dieser nicht durch Subventionen vernebelt wurde.

Nebenbei bemerkt sind z.B. Kaufpreise oder Baukosten auch zu relativieren, wenn man sieht zu welchen Zinskonditionen seit einigen Jahren finanziert werden kann. Wenn man das mit Konditionen verganger Jahrzehnte und den damailigen Kaufpreisen in Relation setzt, sieht der "Erschwinglichkeitsindex" von Immobilien vielleicht auch einmal anders aus.

Im Übrigen halten wir den Ruf nach Subventionen im Wohnungsbau oder nach der Wiedereinführung der Eigenheimzulage gerade aus den Bundesländern, die ihre Grunderwerbssteuer auf mittlerweile 5,5% angehoben haben, für fast peinlich.

Viele hilfreicher wäre aus unserer Sicht eine fachkundige und flexiblere Wohnungsbaupolitik und baubehördliche Prüfung. Wenn z. B. allein die Umnutzung eines Gewerbeeinheit (in einer bestehenden Wohnanlage) in eine Wohnung mehrere Monate dauert und dann an entscheidenden Themen einer anteilig nachzuweisenden Kinderspielplatzfläche oder dem 67ten Fahrradstellplatz hängt, dann weiß man, warum manchmal nicht genug gebaut wird. 

Schönes Wochenende.

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Mittwoch, 30. Januar 2013

Anstieg der Wohnungsmieten

Werte Leser,

seitens des IVD wurde eine Untersuchung der durchschnittlichen Mieten in den letzten 20 Jahren veröffentlicht.

http://www.kon-ii.de/ivd-bundesweit-nur-94-prozent-mietwachstum-in-den-vergangenen-20-jahren-presse-8113.html

Wie sich hier zeigt, sind die aktuellen Mietsteigerungen durchaus auch mal in einem größeren Kontaxt einzuordnen. Denn neben einer tagesaktuellen Betrachtung scheint doch auch interessant von welchem Niveau Steigerung erfolgen.

Für den Großraum Nürnberg/Fürth kann ich aus eigener Markterfahrung bestätigen, dass die Mietpreise seit Mitte der Neunziger Jahre unter Abwärtsdruck standen und nach einem Rückgang lange Jahre sich eher seitwärts bewegten. Erst in den letzten 2-3 Jahren konnten geplante Mieterhöhungen der Vermieter auch wieder am Markt durchgesetzt werden.

Schönen Tag.

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Freitag, 11. Januar 2013

Wohnungspolitische Ideenlosigkeit beim Kanzlerkandidaten?

Werte Leser,

die SPD hat eine Strategiepapier zum Thema "Bezahlbares Wohnen" veröffentlicht.

http://www.spdfraktion.de/themen/bezahlbares-wohnen-der-sozialen-stadt

Leider kommt amn über die fast schon üblichen Aussagen nicht hinaus. Alles muss begrenzt werden und auch der böse Makler soll endlich um seinen unverdienten Riesenprofit gebracht werden.

Kann man das Ganze auch mal sachlich und kaufmännisch betrachten?

Nehmen wir an Sie kaufen sich eine Wohnung als Kapitalanlage. Welche Verzinsung würden Sie erwarten? Sollte im langjährigen Schnitt nicht mindestens ein Überschuiss der Einnahmen über die Kosten erfolgen? Würden Sie Ihre Einnahmemöglichkeit nicht mit anderen alternativen Anlagemöglichkeiten vergleichen?

Hat die Wohnraumkanppheit nicht auch mit Fehlsteuerungen des sozialen Wohnungsbaus, rechtlichen Beschränkungen, langen Durchsetzungszeiten bei juristischen Ausenandersetzungen oder auch damit zu tun, dass viele Bürger (egal welche Bevölkerungsschicht) immer mehr Wohnraum (fläche) pro Person in Anspruch nimmt?


Noch einmal zum Thema Maklerprovision: Warum steht die Bezahlung des "Verkäufers" imm Immobilienbereich immer wieder in der Diskussion? Jedes Produkt und jede Dienstleistung wird über "Verkäufer" vermittelt und jeder Kunde weiß, dass er auch den Verkäufer mitbezahlt, egal ob Bäcker, Supermarkt, Auto oder Urlaub. Warum sollte dies bei Maklern anders sein?

In der Finanzwirtschaft werden mehr und mehr Provisionen offen gelegt, damit der Kunde Transparenz hat. Nun aber arbeiten die Vermittler mit einem Beratungshonorar, das sich entweder am Aufwand und/oder am Erfolg orientiert. Je mehr am Erfolg orientiert, desto höher wird das Honorar ausfallen, da da das Risiko "Nichterfolg" für den Vermittler/Betreuer eingepreist werden muss.

Unsere Aussage hierzu:

Gönnen Sie jedem Vermittler sein Honarar, forden Sie aber dafür Fachkunde und Leistung ein!


Schönen Tag.
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